Vater Unser Weg im Gemeindehaus Dornhan

 

Unter dem Titel „Eine spannende Reise durch das Vater Unser“ öffnet am Sonntag, 25. Juli, im Dornhaner Katholischen Gemeindezentrum eine Vater Unser Ausstellung. Bis zum 12. September haben die Besucher die Gelegenheit, in einen 2000 Jahre alten Gedanken-Kosmos einzutauchen und sich mit den altvertrauten Worten auseinander-zusetzen, die jedem Christen von Kindesbeinen an selbstverständlich sind – vielleicht sogar zu selbstverständlich. Neben dem bekannten Vater Unser ist ein Schwerpunkt auch das Vater Unser in aramäischer Sprache. Aramäisch war die Muttersprache Jesu und zeichnet sich dadurch aus, dass sie sehr bildreich erzählt. Die Ausstellung setzt das Gebet Jesu in Szene und regt dazu an, die vertrauten Worte aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten.

 

Die Ausstellung wird am Sonntag, 25.07.21 mit einem ökumenischen Gottesdienst eröffnet 

 

Den Anstoß für diese Ausstellung gab folgender Gedanke: „Das Vater Unser gehört zu den Dingen, die so selbstverständlich geworden sind, dass man nicht mehr über sie nachdenkt. Beim Beten hört man oft gar nicht mehr auf den Inhalt. Häufig ist es zu einem Ritual geworden, das man einfach oftmals gedankenlos „herunterbetet“.

Erstaunlich ist, dass das Vater Unser für die vielfältigsten Situationen des Lebens geeignet ist - sei es zur Taufe, zur Kommunion, zur Hochzeit, zum Tod, -  sei es im Krankenhaus, im Büro, im Urlaub, - sei es auf dem Autobahnparkplatz, im Flugzeug oder wenn die Erde bebt. Menschen suchen zu Recht einen Halt im Vater Unser, bei dramatischen Ereignissen oft auch diejenigen, die sonst mit Beten wenig anzufangen wissen.
Denn:  Wo in der Welt lässt sich mit so wenig Worten so viel sagen?

Gerade jetzt in dieser Pandemiezeit, dieser Krise, und den damit verbundenen sozialen und seelischen Folgen, ist diese Ausstellung genau richtig und wichtig. Denn dies ist eine Zeit, die vieles in Frage stellt.

 

Das Vater Unser ist das bedeutendste Gebet der Christenheit. Die Worte werden auf der ganzen Welt gesprochen. Diese Ausstellung soll den Menschen das Vater Unser wieder näher bringen.

Für jede der sieben Bitten im Vater Unser und für die Doxologie, den abschließenden Lobgesang, wurden eigene Stationen geschaffen. So kann z.B. an einer Station das Labyrinth von Chartres durchschritten werden. Ebenso gibt es kleine Mitmachaktionen, vor allem für Kinder. Auch gemalte Bilder von Kindern aus der Gemeinde können bestaunt werden. Als Beispiel mit der Bitte „Dein Reich komme“ darf sich der Besucher beschäftigen und mit ihr die evtl. Überlegung: „Ist sein Reich schon da, oder wird es erst kommen?“

 

„Und vergib uns unsere Schuld“ - diese Bitte bietet aus der Sicht des Vorbereitungs-teams eine ganze Fülle von Aspekten: „Wer unter euch ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein“; „Ich wasche meine Hände in Unschuld“ - Der Umgang mit der persönlichen Schuld ist ein zentraler Gedanke.

 

Mit der Ausstellung sollen alle Altersgruppen angesprochen werden: Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren. Sie richtet sich an Menschen, die der Kirche angehören und auch an solche, die mit Kirche gar nichts am Hut haben.

 

Während der gesamten Dauer der Ausstellung werden freiwillige Helfer bereitstehen, die auf die Einhaltung der Hygieneregeln achten, den Einlass kontrollieren und für alle Fragen zur Verfügung stehen. Musikalische und multimediale Beiträge können zusätzlich mit dem QR-Code über das Smartphone abgerufen werden?

 

Parallel zu der Ausstellung in Dornhan wird auch in der Gemeinde St. Cyriak  in Furtwangen, die zur Erzdiözese Freiburg gehört, eine ähnliche Ausstellung gezeigt. Die Vorbereitungsteams haben bei der Planung und Durchführung eng zusammengearbeitet, so dass ein diözesanübergreifendes Projekt entstanden ist, das auch bei Interesse an andere Gemeinden ausgeliehen werden kann.

 

Geöffnet ist die Ausstellung jeweils samstags von 14.30 Uhr bis 16.00 Uhr und sonntags zwischen 14.00 – und 16.30 Uhr

 

Auf viele Besucherinnern und Besucher freut sich für das Vorbereitungsteam Frau Daniela Pfundstein und Diakon Reiner Lehmann

 

„Gott sei Dank haben wir unser Vater Unser, einen kostbaren Schatz und eine Säule der Christenheit. Das Vater Unser ist ein Stück Glaube, an dem wir uns festhalten“